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USA: Crispr-Pflanzen sind keine „genveränderten Nahrungsmittel“

Posted on 05/12/2018 by larsdittrich

Durch die Gentechnik können wir heute Pflanzen erzeugen, die durch normale Züchtung niemals hätten entstehen können. Man kann nämlich Gene aus ganz anderen Organismen einbringen. So etwa eine Resistenz gegen Glyphosat, die ursprünglich aus einem Bakterium kommt, oder die verstärkte Vitaminproduktion im „golden Rice“, dem Gene aus der Narzisse eingesetzt wurden.
Weil das eine neue Technologie ist, wollte man natürlich vorsichtig sein. Deswegen müssen alle neuen transgenen Pflanzensorten einen ziemlich aufwändigen Genehmigungsprozess durchlaufen. In USA muss der Hersteller zum Beispiel Studien abliefern, dass die neue Pflanze nicht Gefahr läuft, sich wie ein Unkraut auszubreiten. Diese Bestimmungen machen das Herstellen solcher Sorten ziemlich teuer und sind ein Grund dafür, dass nur große Konzerne wie Monsanto gentechnisch veränderte Sorten herstellen.

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Die Welt der Gentechnik wurde durcheinander gewirbelt, als das „genome editing“ eingeführt wurde, besonders durch die effektivste dieser Methoden, Crispr. Damit kann man ganz leicht Veränderungen in Pflanzen erzeugen, die man genauso auch hätte züchten können. Nur halt viel schneller. Wenn ich zb eine Tomate will, die so stabil und leicht zu lagern ist wie Sorte A, aber so toll schmeckt wie die empfindliche Sorte B, kann ich die durch Züchtung kombinieren. Ich kreuze die Sorten erst und muss dann über viele Generationen gezielt weiter und zurück kreuzen, bis die Sorte AB genau die Kombination an Eigenschaften hat, die ich haben wollte. Durch Forschung wissen wir heute schon vorher, welche Gene aus den beiden Sorten wie kombiniert sein müssten, um das zu erreichen. Und mit genome editing kann man sich diese perfekte Sorte AB sofort bauen. Ganz ohne langwieriges Gekreuze.
Die Sorte, die am Schluss rauskommt, wäre in beiden Fällen identisch. Die Tomate ist in beiden Fällen die Sorte AB, kein Unterschied. Anders ist nur, wie aufwändig es war, dahin zu kommen.
Als vor ein paar Jahren genome editing eingeführt wurde, stellte sich die Frage: Zählen diese Pflanzen vor dem Gesetz als genverändert? Muss man also für die die gleichen teuren Studien anfertigen wie für die transgenen Sorten? Die einen sagten: „Klar, ist doch auch biotechnologisch hergestellt“. Die anderen sagten: „Quatsch, reguliert werden sollte nur, wenn das Produkt irgendwie ungeklärt ist – die Methode, mit der das Produkt hergestellt wurde, ist doch völlig egal für die Frage“. Die zweite Position wurde von der überwältigenden Mehrheit der Wissenschaftler vertreten.
Dieser Meinung schloss sich jetzt die zuständige Behörde in USA, die USDA, an. Wenn eine Pflanze genau so wie sie ist auch durch konventionelle Züchtung hätte erreicht werden können, wird sie auch behandelt wie eine normal gezüchtete Pflanze. Keine extra Auflagen.
Das dürfte nach meiner bescheidenen Einschätzung auch die Tür dafür öffnen, dass kleine mittelständische Sortenzüchter genome editing benutzen, um neue Sorten zu erzeugen. Wäre vielleicht sogar ein Schritt weg von der Industrie-optimierten Züchtung der riesen Saatgutkonzerne und hin zu größerer Vielfalt und Sorten, die maßgeschneidert für bestimmte Regionen der Welt sind.

 

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